Das Wrack der Titanic |
|||||||||||||||
|
|||||||||||||||
73 Jahre war es still am Wrack der Titanic. Niemand wusste, wo es genau lag. Mehrere Expeditionen mit dem Ziel, die Koordinaten des Wracks herauszufinden, waren fehlgeschlagen. Erst am 1. September 1985 gelang es einer amerikanisch-französischen Expedition an Bord des Schiffes Knorr, den Koloss in der Tiefe zu orten. Der Sonarschlitten Argo, der an einem Kabel dicht über den Meeresboden gezogen wurde, brachte erste verrauschte Videobilder, die schon bald um die Welt gingen. Ein Jahr später, also 1986, sollte dann der erste Mensch seit 74 Jahren die Titanic zu Gesicht bekommen. Robert Ballard, der seit mehr als 10 Jahren davon geträumt hatte, das legendäre Schiff wiederzufinden, war eins der drei Besatzungsmitglieder des "Submersible" (Tauchkapsel) Alvin, die diesen historischen Tauchgang unternehmen sollten. 1987 wurden schließlich erstmals Gegenstände vom Wrack geborgen und an die Meeresoberfläche gebracht. Viele Tauchgänge sind von der französischen Tauchkapsel Nautile seither am Wrack unternommen worden. Die schönsten geborgenen Gegenstände werden in Wanderausstellungen der Firma R.M.S. Titanic Inc. um die Welt (in Europa: London, Hamburg, Zürich und München) geschickt. Die russischen Tauchkapseln MIR 1 und MIR 2 bescherten uns 1991 ein IMAX-Film über das berühmte Wrack und 1997 Teile der Anfangs- und Schluss-Sequenzen in James Camerons Titanic-Film. Seit 1999 taucht RMS Titanic auf seinen Bergungsmissionen ebenfalls mit den russischen Mini-U-Booten. Seit 1998 ist es darüber hinaus auch für Normalbürger möglich, für ca. 35.000 Dollar pro Person eine touristische Titanic-Tauchfahrt mit einer der beiden MIR-Kapseln zu machen. |
|||||||||||||||