News-Archiv |
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| Dezember 2002 - Wrack heimlich geplündert? | ||||||||||||||||||||||||||||||
Es gibt Indizien, dass im November und Dezember 2002 das englische Schiff Northern Horizon über dem Wrack gewesen ist und Tauchgänge durchgeführt wurden. Mark S. Davis, Anwalt der Firma R.M.S. Titanic Inc., die die Bergerechte am Wrack inne hat, legte jetzt beim zuständigen Gericht in Norfolk, Virginia, Unterlagen vor, die belegen sollen, dass die in Florida ansässige Firma Ocean Resources Inc. das Schiff und ein Französisches Mini-U-Boot gechartert hat, um am Wrack Gegenstände zu bergen. Zum Hintergrund: RMST hatte im Herbst bekannt gegeben, die Bergerechte aufgeben zu wollen - das hatte das zuständige Gericht aber verhindert (siehe unten unter "Titanic-Wrack herrenlos?"). Es ist also durchaus denkbar, dass eine andere Firma per Schnellschuss zum Wrack wollte, um ein paar Gegenstände hoch zu holen und sich so ihrerseits die Bergerechte zu sichern, dann aber davon überrascht wurde, dass die Rechte doch nicht frei wurden. Bei dem zum Tauchen verwendeten U-Boot handelt es sich nicht etwa um die altbekannte Nautile von IFREMER, sondern um ein unbemanntes Tauchwerkzeug der Firma L. D. TravOcean. Ein E-Mail von TravOcean-Mitarbeiter Jean Michel Berud besagt, dass die Kapsel von Oktober bis Dezember für eine entsprechende Mission gebucht wurde - ob dabei Gegenstände geborgen wurden, geht aus dem Schriftverkehr aber nicht hervor. Eine umfassende Untersuchung wurde eingeleitet. Mehr Infos unter: http://www.pilotonline.com/news/nw0323tit.html (englisch) |
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| Der bisherige Inhaber der Bergerechte am Wrack, die Firma RMS Titanic, Inc., hat am 24. September bekannt gegeben, keine weiteren Bergungsarbeiten am Wrack durchführen zu wollen. Damit wäre das Wrack, welches in internationalen Gewässern liegt, rechtlich gesehen wieder herrenlos. Noch hat das zuständige Gericht in Norfolk, Virginia, die Aufgabe der Bergerechte nicht anerkannt. Laut Firmenrecht in Florida muss eine Firma über das "Abstoßen eines firmenwichtigen Werts" (also die Bergerechte) die Aktionärsversammlung abstimmen lassen, und genau das sei nicht geschehen. Eine Anhörung bei Gericht am 25. November brachte keine neuen Ergebnisse. RMST hatte anschließend zwar angekündigt, über die Aufgabe der Rechte - wie vom Richter gefordert, - am 5. Februar 2003 durch die Aktionärsversammlung abstimmen zu lassen. Die Versammlung wurde dann aber kurzfristig wieder abgesagt, ohne einen neuen Termin zu nennen. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC wegen Betrugs gegen RMST ermittelt - in ihrem letzten vierteljährlichen Börsenstatement hatte RMST angegeben, mit seinen Anwälten wegen eines Konkursverfahrens zu sprechen, die SEC vermutet, dass die Geschäftsleitung die Firma systematisch leergeblutet hat.
Mehr Infos über die Betrugsermittlungen: http://www.pilotonline.com/business/bz1204tit.html (englisch) mehr Infos über RMSTs Aufgabe der Bergerechte: http://www.pilotonline.com/news/nw1126tit.html (englisch) |
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| Die Nomadic, das letzte noch existierende Schiff der White Star Line und einer der beiden Titanic-Tender von Cherbourg, wird möglicherweise doch nicht verschrottet. Am 1. April 2003 hat sie ihren Liegeplatz an der Seine unterhalb des Eiffelturms verlassen und wurde von dort Richtung Le Havre geschleppt. Dafür wurden in den vergangenen Monaten die gesamten Decksaufbauten entfernt, damit der Schiffsrumpf unter den Brücken von Paris hindurchpasst. Die Nomadic kommt ins Trockendock, wo ihr Rumpf eingehend begutachtet wird. Anschließend soll ein Konzept erstellt werden, wie das Schiff künftig genutzt werden kann. Die Untersuchung wird von der "Direction des Monuments Historiques" bezahlt - der französischen Denkmalschutzbehörde. Das ist insofern kurios, als die Nomadic nach wie vor in privatem Besitz ist - die Staatskasse zahlt also einem Privatmann die Evaluierung seines Eigentums. Ob die Nomadic weiter genutzt werden kann oder nicht doch noch verschrottet wird, ist unklar. | ||||||||||||||||||||||||||||||
Juli 2002 - Titanic-Überlebende Winnifred van Tongerloo gestorben |
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| Winnifred Vera Quick van Tongerloo, eine der letzten vier Überlegenden des Untergangs der Titanic, ist in der Nacht vom 5. zum 6. Juli 2002 gestorben. Sie wurde 98 1/2 Jahre alt. Als die Titanic versank, war sie 8 Jahre alt. Sie war die älteste der noch lebenden Titanic-Passagiere. Winnifred van Tangerloo wurde am 8. Juli 2002 in Detroit beigesetzt.
Mehr Infos unter: |
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| 2002 - Titanic-Leichen exhumiert | ||||||||||||||||||||||||||||||
Der Versuch, in Kanada per Genanalyse die Identität dreier bisher nicht identifizierter Titanic-Opfer festzustellen, ist abgeschlossen. Zu diesem Zweck wurden im Frühjahr 2001 drei Gräber auf dem Friedhof von Halifax, Nova Scotia, geöffnet. Das Ergebnis: In zwei Fällen reichten die Gewebereste nicht aus, um eine fundierte Analyse machen zu können. Im dritten Fall wurde jetzt ein positives Ergebnis erzielt. Bei allen drei Opfern gabt es bereits einen sehr konkreten Verdacht bezüglich ihrer Identität. Bei einem der Leichen, einem Mann, sollte es sich um den Sohn eines 1932 verstorbenen Engländers handeln. Der genetische Fingerabdruck des Titanic-Opfers hätte mit dem einer Haarsträhne des angeblichen Vaters abgeglichen werden sollen, die die Nachkommen für die Analyse zur Verfügung gestellt haben. Leider war das exhumierte Gewebe "zu verwässert" für eine Analyse. Dasselbe gilt für ein weibliches Opfer, das etwa 30 Jahre alt gewesen ist. Das sogenannte "unbekannte Kind" (so lautete über 90 Jahre lang die Inschrift auf dem Grabstein in Halifax) konnte jedoch erfolgreich identifiziert werden. Ursprünglich tippte man auf Gosta Leonard Palsson, ein 2-jähriges Kind aus Schweden, das mit seinen Geschwistern und dem Vater nach Chicago unterwegs war. Hier steht inzwischen fest: Es handelt sich um ein 13 Monate altes Kind aus Finnland. Eino Viljami Panula war 1912 mit 4 Brüdern und seiner Mutter Maria Emila Ojala in der dritten Klasse auf dem Weg nach Pennsylvania, wo der Vater John Panula sich eine neue Existenz aufgebaut hatte. Die Identifizierung war möglich, weil die nächsten noch lebenden Verwandten Gewebeproben zum DNA-Abgleich zur Verfügung gestellt hatten. An der Grabstelle waren fast alle Überreste des kleinen Körpers verschwunden - lediglich drei kleine Zähne konnten für die Identifizierung freigelegt werden. Die heute 68-jährige Magda Schleifer aus Helsinki, die Großnichte von Maria Emilia Ojala, war inzwischen am Grab zu Besuch. Die Familie war all die Jahre davon ausgegangen, dass ihre Verwandten entweder mit dem Schiff in die Tiefe gerissen wurden oder vom Bergungsschiff Mackey-Bennet aus eine Seebestattung erhielten. Maria Schleifer hat ebenfalls verfügt, dass der Grabstein mit der Aufschrift "unknown child" - "unbekanntes Kind" bleiben soll. Unten auf der Säule soll lediglich zusätzlich der Name des Kindes eingraviert werden. Mehr Infos (teils Deutsch, teils Englisch) unter: |
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| 2002 - Tauchbericht zur Cameron-Expedition 2001 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| James Cameron hat im Sommer 2001 eine weitere Titanic-Expedition unternommen - diesmal ging es darum, 3-D-Bilder für eine neue Dokumentation zu drehen. Ein ausführlicher Tauchbericht von Ken Marshall, der während dieser Expedition insgesamt gleich viermal zum Wrack getaucht ist, kann jetzt im Internet gefunden werden, leider nur auf Englisch. Trotzdem sind seine detaillierten Beschreibungen, insbesondere vom Inneren des Wracks, die Lektüre wert - notfalls auch mit dem Lexikon in der Hand. Der Bericht ist zu finden unter: | ||||||||||||||||||||||||||||||
| November 2003 - Geister der Titanic endlich auch in Deutschland | ||||||||||||||||||||||||||||||
Der neue 3D-Titanic-Film von James Cameron, Geister der Titanic (Ghosts of the Abyss), ist nun endlich auch als deutsche Version in den deutschsprachigen IMAX-Kinos zu sehen. Die Unterwasser-3D-Aufnahmen des Films wurden während einer Expedition 2002 gedreht und sind absolut sehenswert. Die Zeitschrift GEO hat begleitend zum Film ein Buch herausgebracht, welches unter http://www.geowebshop.de ("Titanic" in die Suchoption eingeben) bestellt werden kann. Folgende Kinos haben den Film unter anderem im Programm: Kleiner Wehrmutstropfen: Die deutsche Version des Films ist um mehr als 10 Minuten gekürzt. Cameron hatte im Original die physische Kapazitätsgrenze der Vorführmaschinen ausgenutzt und fast eine Stunde Material zusammengeschnitten; die deutschen IMAX-Kinos haben jedoch fast alle das Problem, dass ihr Publikum gewohnt ist, dass jeweils zur vollen Stunde ein neuer Film anfängt. Um das gewährleisten zu können, wurde der Film auf etwas über eine Dreiviertelstunde gekürzt. So fehlt zum Beispiel jeder Bezug dazu, dass einer der Tauchgänge am 11. September stattfand und welche emotionalen Reaktionen die Nachrichten vom Attentat auf das World Trade Center bei den Expeditionsteilnehmern auslösten. Dennoch ist auch die gekürzte Version absolut sehenswert. |
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| Dezember 2003 - Tragöde auf der Queen Mary 2 | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| 2005 - Warum fuhr die Titanic in der Unglücksnacht so schnell? | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| März 2003 - Ultimatum für die "Norway" | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| April 2005 - "Norway" kurz vor dem Aus | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Mai 2005 - Neue Termine für Nomadic-Versteigerungen | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Oktober 2005 - Titanic – Special Edition kommt im Oktober 2005 | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Nun ist es offiziell – James Camerons „Titanic“ wird noch einmal neu auf den Markt gebracht – und zwar in zwei Versionen. Auf einer Doppel-DVD soll neben dem regulären Kinoepos, dank neuster Technik in brillanter Bild- und Ton-Qualität, eine DVD enthalten sein, auf der fast eine Stunde geschnittenes Material zu finden ist. Es werden also bislang unveröffentlichte Szenen zu sehen sein. Wer das „Story Book“ des Filmes kennt (siehe hier), weiß, welch ergreifende und spannende Szenen den Zuschauer dann erwarten. Um auch während des laufenden Films auf die Extras zugreifen zu können, wird optional ein "Branching"-Feature angeboten, welches an verschiedenen Stellen des Films Verweise auf Bonus-Material einblendet. Außerdem soll eine DVD-Box auf den Markt gebracht werden die zusätzlich neue Dokumentationen, Berichte zur Entstehung des Filmes und zahlreiche Interviews beinhaltet. Aufgrund der Überlänge des Films und der digitalen Bild- und Tonüberarbeitung wird der Hauptfilm dabei alleine 2 DVD’s beanspruchen. Als Veröffentlichungsdatum steht bislang nur der Oktober 2005 fest. Bislang wurde eine Veröffentlichung eines „Directors Cut“ schon oft diskutiert, schien aber nie umgesetzt zu werden, da der Regisseur selbst diesbezüglich keine Anstalten machte. Zu dem jetzigen DVD-Projekt sagte James Cameron. „Bis vor kurzem war ich noch nicht bereit, an die Konflikte, die Enttäuschungen, die harten Entscheidungen und den unerwarteten und verrückten Erfolg des Films zurückzudenken. Diese Special Edition ist mehr als nur ein Zusammenschnitt von unveröffentlichten Filmszenen. Wir nehmen die Fans mit auf eine neue Reise, die genauso tragisch hätte enden können wie die Jungfernfahrt der Titanic. Zumindest schien es zeitweise so. |
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| Juni 2005 - "Norway" verlässt Bremerhaven | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Juni 2005 - Das Come-Back eines Stuhls | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Juli 2005 - Zum Abschied rollen Tränen | ||||||||||||||||||||||||||||||
| "Norway"-Schleppzug fährt 70 Tage bis nach Malaysia- NCL sagt nichts über die Zukunft des Schiffes-Hunderte im Hafen | ||||||||||||||||||||||||||||||
Überseehäfen (bro/fm). Der Hochseeschlepper "De Da" ist ein Kraftprotz. Aber auch der braucht noch gute 70 Tage, die "Norway" nach Fernost zu schleppen. Anfang August soll der mehr als 500 Meter lange Schleppzug vor der Küste Malaysias auftauchen. Und dann? Niemand weiß es. Beim Abschied von Bremerhaven rollten gestern sogar Tränen. Mehr Infos zur "Norway" im Newsarchiv (unten) |
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| August 2005 - "Queen Mary" hoch verschuldet | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| September 2005 - Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde: 13 Jähriger taucht zur Titanic | ||||||||||||||||||||||||||||||
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September 2005 - Neuer Auftrag für Titanic Werft "Harland & Wolff" |
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| September 2005 - Queen Mary 2: Ablösung als größtes Passagierschiff der Welt | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| 2005 - QM2: Vor der Ablösung als größtes Passagierschiff der Welt bei Blohm & Voss | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| November 2005 - Neuer Versteigerungstermin für "Titanic"-Tender "Nomadic": GESCHEITERT | ||||||||||||||||||||||||||||||
Am Donnerstag, den 10. November 2005 war es Mal wieder soweit: die "Nomadic", das letzte Schiff der White-Star-Line, das unter anderem als Tender zu Zeiten der Titanic fungierte, sollte endgültig versteigert werden. Seit April 2003 liegt das Schiff in Le Havre und ist dank des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation und dem französischen Titanic-Verein immer noch schwimmfähig. Die Versteigerung sollte am 10.11. um 14:30 Uhr im Tribunal de Grande Instance in Paris stattfinden. Das Mindestgebot lag bei 500.000 €. Es waren sechs Interessierte bekannt: ein amerikanischer Sammler, eine Firma aus Monaco, drei private Sammler und die britische Regierung. Die britische Regierung strebte den Kauf der Nomadic angeblich für den geplanten Themenkomplex "Titanic Quarter" in Belfast an. Doch auch dieses Mal fand sich kein Bieter für das Eröffnungsangebot von 500.000 €. Nach Angaben von Vertretern des französischen Titanicvereins waren einige der angeblich Interessierten erst gar nicht zur Aktion im Paris "Tribunal de Grande Instance" erschienen. Nur ein Vertreter eines zukünftigen Schifffahrtsgesellschaft aus Monaco wurde gesichtet. Nun wurde ein neuer Versteigerungstermin vereinbart: Am 26.01.2006 um 14:30 Uhr soll die "Nomadic" unter den Hammer kommen: diesmal für "nur" 250.000 €. Mehr Informationen zur "Nomadic" und eine aktuelle Bildergallerie finden Sie hier. Siehe auch Wieder keine Entscheidung im Fall „Nomadic" |
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| 2005 - Spiegel: Titanic ging angeblich viel schneller als angenommen unter | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Januar 2006 - "Nomadic" gerettet - Rückkehr nach Belfast | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| März 2006 - John Parkinson aus Belfast verstorben | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Mai 2006 - Titanic-Überlebende verstorben | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Die letzte amerikanische Überlebende des "Titanic"-Untergangs von 1912, Lillian Asplund, ist am 6. Mai 2006 im Alter von 99 Jahren gestorben. Asplund war fünf Jahre alt, als der Luxusliner im Nordatlantik mit einem Eisberg kollidierte und sank. Lillians Mutter, Selma Asplund, gelangte zusammen mit ihrer kleinen Tochter und ihrem damals dreijährigen Sohn Felix in eines der Rettungsboote. Die drei wurden dann geborgen. Der Vater und drei weitere Söhne, darunter ein Zwillingsbruder Lillians, blieben an Bord zurück und gingen mit dem in Southampton (England) gestarteten Schiff unter. Damit gibt es weltweit nur noch zwei andere Überlebende der Titanic-Katastrophe: Millvina Dean und Barbara West Daintin, die beide in England leben. |
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| Juli 2006 - Countdown für Jahreshauptversammlung 2007 hat bereits begonnen | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| August 2006 - Endgültiges Ende für die "Norway" (ex "France") | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| November 2006 - Titanic-Reise nach Halifax, Nova Scotia, Kanada | ||||||||||||||||||||||||||||||
Die englische Firma „Titanic 95th“ veranstaltet in Zusammenarbeit mit der British Titanic Society (Großbritannien), der Association Francaise du Titanic (Frankreich), der Titanic International Society (USA), dem Titanic-Verein Schweiz (Schweiz) und dem Titanic Informations Center Deutschland e.V. (Deutschland) im April 2007 eine Reise nach Halifax in Kanada. Diese Stadt hat in der Geschichte der Titanic eine große Rolle gespielt und tut dies noch immer. Vereinsmitglieder profitieren von den reduzierten Vorteilspreisen (siehe unten). Da das Detail-Programm noch ausgearbeitet wird, folgt hier ein Programmentwurf (Änderungen vorbehalten!). Freitag, 13. April 2007 Samstag, 14. April 2007 Sonntag, 15. April 2007 Montag, 16. April 2007 Inklusivleistungen Bei allen Veranstaltungen wird selbstverständlich dafür gesorgt, dass kein Deutschsprachiges Mitglied zu kurz kommt oder verloren geht. Preise & Anmeldung £ 150 (ca. € 225) Anzahlung sind sofort nach der Buchung per Check oder Bank (Daten werden nach Anmeldung mitgeteilt) fällig, die Schlussrate im Dezember 2006. Anmeldungen mit Zimmerwunsch an: Titanic Informations Center Deutschland e.V., c/o Malte Fiebing, Wolfshalde 48, 73061 Ebersbach Das Titanic Informations Center Deutschland e.V. ist nicht für die Gestaltung des Programms oder der Durchführung der Reise verantwortlich. Veranstalter der Reise ist die Firma „Titanic95th“. |
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| Januar/Februar 2007 - TITANIC: Einladung zu einer Zeitreise | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Museum für Musikautomaten Seewen, Schweiz, 15 km südlich von Basel ist man sicher, die lange vermisste Orgel der Britannic – Schwesterschiff der Titanic – entdeckt zu haben. Das Instrument, welches auf Zeichnungen dokumentiert ist, war nahezu ein Jahrhundert lang verschwunden. Orgelbauer reinigten drei normalerweise nicht zugängliche Stellen der Windlade der Orgel und fanden dabei dreimal den gleichen Hinweis eingestanzt: Britanik. Das Museum war der Meinung, dass die Orgel aus den Jahren 1912 bis 1914 stammen müsste, doch es fehlten die Hinweise auf vor 1920. Historische Welte-Kataloge im wissenschaftlichen Archiv zeigen aber ein Foto einer Orgel im Treppenhaus der Britannic. Der Australische Organist David Rumsey, der die Restaurierung betreut, ist gleicher Meinung: “Es handelt sich um eine Welte-Philharmonie - eine pneumatische Orgel welche sowohl von einem Organisten als auch mit einer Papierrolle gespielt werden kann. Die Register, Geschichte und Bauart der Orgel deuten auf eine Datierung um 1913 hin. Die Orgel ist nahezu baugleich mit der Aufnahmeorgel M. Welte & Söhne in Freiburg im Breisgau und wenn sie – wie nun sicher für die Britannic gebaut wurde - dann dürfte sie im Frühjahr 1914 auch dort eingebaut worden sein. Da sich aber im Sommer 1914 mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges die Rahmenbedingungen erheblich änderten und das Schiff zum Lazarettschiff umgerüstet wurde, wurde die Orgel von der Firma Welte wohl wieder ausgebaut und eingelagert. |
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| Ansicht der Fabrikanlage der Firma M. Welte & Söhne Freiburg i. Br. | ||||||||||||||||||||||||||||||
In den letzten Jahren gab es immer wieder Spekulationen über die Orgeln auf den Schwesterschiffen der Olympic-Klasse. Die im Mai 1911 fertig gestellte Olympic wurde wohl noch ganz ohne Orgel geplant. Das Schiff wurde von den Reisenden der Nordatlantikroute jedoch so sehr geschätzt, dass man sich für die im Frühjahr 1912 fertig gestellte Titanic eine Steigerung des Komforts einfallen lassen wollte. Wahrscheinlich zu dieser Zeit ging die Bestellung für eine pneumatische Orgel an die Firma Welte in Freiburg, die mit ihren Instrumenten auf den internationalen Weltausstellungen der damaligen Zeit bereits Weltruhm erlangt hatte. Vielleicht gab es Pläne für den Einbau einer Welte-Philharmonie-Orgel, der neuesten Errungenschaft der Firma zu dieser Zeit. Doch in der kurzen Zeit zwischen Bestellungseingang bei Welte und Jungfernfahrt der Titanic konnte wohl nur das Projekt einer kleinen Salonorgel zu realisieren versucht werden. Auch diese Orgel wurde jedoch nicht rechtzeitig fertig gestellt, so dass sie nie auf hoher See aufspielte. Die so genannte Titanic-Orgel – ein Orchestrion ohne Spieltisch – ist heute im Deutschen Musikautomatenmuseum in Bruchsal zu sehen (siehe hier). Eine weitere Steigerung plante man dann für das dritte Schwesterschiff der Olympic-Klasse, welches ursprünglich auf den Namen Gigantic getauft werden sollte. Nach dem Untergang der Titanic am 15. April 1912 wurde dieser Ozeanriese jedoch eilig in Britannic umbenannt. Noch vor der Titanic-Katastrophe fand im Dezember 1911 die Kiellegung dieses dritten Schiffes gleicher Größenordnung statt. Der Stapellauf verzögerte sich nach der Titanic- Katastrophe aber ins Jahr 1914. In dieser Zeit wurden wohl die Pläne nochmals überarbeitet und die Sicherheit des Schiffes nochmals diskutiert. An den Plänen für den Einbau einer Welte-Philharmonie-Orgel dürfte sich dabei aber nicht viel geändert haben, so dass angenommen werden kann, dass bei der Firma Welte bereits im Jahre 1913 an der Orgel der Britannic gearbeitet wurde. Im Treppenhaus der ersten Klasse war eine große, über zwei Stockwerke reichende Orgel vorgesehen, die zur Erbauung und Unterhaltung der Passagiere aufspielen sollte. Es könnte im übrigen durchaus möglich sein, dass der Einbau einer Welte-Philharmonie-Orgel auch für das identische Treppenhaus der Titanic angedacht worden war, doch wegen des engen Zeitplanes und des Untergangs des Schiffes konnte dieser Plan nicht zur Ausführung gelangen. Welte-Philharmonie-Orgeln gelangten zudem erst ab 1911 in den Verkauf und erst ab 1912 konnten erste Modelle wirklich ausgeliefert werden. Ende Juli 1914 brach der Erste Weltkrieg aus und die britische Admiralität beschlagnahmte alle großen Passagierschiffe, um sie für kriegswichtige Zwecke als Truppentransporter oder Lazarettschiffe einzusetzen. Auch die Britannic wurde bis Dezember 1915 umgerüstet und danach rund elf Monate im Kriegsdienst eingesetzt. Als schwimmendes Lazarettschiff lief sie am 21. November 1916 vor der Insel Kea in der Ägäis auf eine deutsche Seemine und sank ohne auch nur einen einzigen zivilen Passagier befördert oder ein einziges Mal auf der ihr zugedachten Nordatlantikroute verkehrt zu haben. Ein Foto aus dieser Zeit im Kriegsdienst zeigt das Treppenhaus der Britannic im absoluten Rohbauzustand mit nackten, weiß gestrichenen Metallwänden. Holzteile vom Treppenhaus des Dampfers tauchten in späteren Jahren jedoch in Sammlerkreisen auf und weisen darauf hin, dass der Innenausbau der Britannic zur Zeit der Beschlagnahmung im Juli 1914 schon weit fortgeschritten war. Und aus dem Sommer 1914 stammen wohl auch das Foto im Katalog der Firma Welte und die entsprechenden Zeichnungen, welche belegen, dass auf der Britannic ein Instrument in der Größenordnung einer Welte-Philharmonie-Orgel eingebaut war. Foto und Zeichnungen beweisen die Existenz der Orgel, weitere Hinweise und eine entsprechende Orgel konnten jedoch lange Zeit nicht gefunden werden. |
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Die Firma Welte spricht von einer „Welte-Philharmonie-Orgel an Bord eines großen englischen Dampfers“ und nennt die Britannic nicht namentlich. Dies wohl deshalb, weil die Orgel im Spätsommer 1914 wieder ausgebaut und eingelagert werden musste und die Britannic nie als Passagierdampfer unterwegs war. Da die Britannic gesunken war, konnte die Orgel nach dem Krieg nicht wie geplant wieder eingebaut werden. Ihre Spur verliert sich. Sowohl von Seiten der Erbauer des Schiffes, Harland & Wolff im irischen Belfast, als auch von Seiten der Firma Welte sind keine Unterlagen zum Verbleib der Orgel aufzufinden. Um 1920 ließ sich der Stuttgarter Fotoapparat-Fabrikant August Nagel (1882-1943) eine Welte Philharmonie-Orgel in die herrschaftliche Villa einbauen. Als großer Musikliebhaber leistete er sich eine Orgel der weltbekannten Firma aus dem benachbarten Freiburg. Instrumente dieser Art waren auch in Villen von Industriemagnaten oder in den Residenzen der Aristokratie der damaligen Zeit, ein außergewöhnlicher Luxus, doch gab es eine nicht geringe Anzahl vergleichbarer Orgeln, wie Kundenlisten der Firma Welte zeigen. Um 1935 gab Nagel das Instrument aus unbekannten Gründen wieder an den Freiburger Hersteller zurück. Es wurde in der Folge im Jahre 1937 im Festsaal des Glühlampen-Herstellers Radium in Wipperfürth im Rheinland eingebaut. Der damals junge Orgelbauer Werner Bosch (1916-1992) ergänzte die Orgel im Dienste der Firma Welte um einige Register und installierte sie in Wipperfürth. Dort blieb sie bis in die 1960er Jahre in Gebrauch und wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der endgültigen Einstellung des Betriebs der Firma Welte vom nun selbständigen Orgelbauer Bosch betreut. Im Jahre 1961 beispielsweise benutzte ein Schallplattenproduzent die noch funktionierende Welte-Philharmonie-Orgel in Wipperfürth zur Aufnahme von Schallplatten mit vom Komponisten Max Reger im Jahre 1913 an der Freiburger Aufnahmeorgel eingespielten Musikrollen. Diese wurden unter dem Titel „Max Reger spielt eigene Orgelwerke“ bei der Firma Electrola in Köln veröffentlicht (1961: 1C 053-28925) und erschienen später als „Regel spielt Reger“ auch bei Columbia. Das Instrument stellte sich als bestens geeignet für diese Aufnahmen heraus, entsprach es doch in seiner Registrierung weitgehend der Aufnahme-Orgel von Freiburg, auf welcher Reger gespielt hatte. Als nach einem Wechsel in der Firmenleitung in Wipperfürth der Festsaal zu einem Lagerraum umgebaut werden sollte, suchte man lange Zeit vergeblich nach einem Käufer für die Orgel. Schließlich wurde Heinrich Weiß, der Gründer des Museums für Musikautomaten Seewen, auf das Instrument aufmerksam und erwarb es für seine Sammlung. Nach der Überführung in die Schweiz investierte Weiß rund 1500 Stunden in den Aufbau der Orgel und ließ sie durch Werner Bosch intonieren. Am 30. Mai 1970 fand in Seewen die feierliche Einweihung der Orgel statt. Bosch selbst war von der Sammlung in Seewen und der Rettung „seiner“ Welte-Philharmonie-Orgel so angetan, dass er Weiß 1230 Mutterrollen der Firma Welte zum Kauf anbot, welche sich aus dem Nachlass der Firma in seinem Besitz befanden. So kommt es, dass das Museum für Musikautomaten Seewen heute nicht nur ein außerordentliches Instrument mit einer außerordentlichen Geschichte besitzt, sondern auch entsprechende Originalaufnahmen dazu in der Sammlung des Museums vorhanden sind. Neben Max Reger wurden auf den Musikrollen damals namhafte Künstler wie Harry Goss-Custard, Edwin Lemare, Alfred Hollins, Joseph Bonnet, William Wolstenholme, Eugène Gigout, Clarence Eddy, Marco Enrico Bossi, Karl Straube oder Günter Ramin verewigt. |
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| Diese Zeichnung des Treppenhauses der Britannic, des Schwesterschiffes der Titanic, zeigt, wie die Orgel an Bord ausgesehen hätte |
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Im Zuge von Renovationsarbeiten musste die Orgel im Jahre 1998 nach rund dreißig Jahren Dienst ausgebaut und eingelagert werden. Das Museum wurde damals renoviert und erweitert und im Jahre 2000 mit zusätzlichen Räumlichkeiten wiedereröffnet. Die große Attraktion des alten Museums blieb jedoch eingelagert. Eine Restaurierung der Orgel wurde erst im Jahre 2006 in Angriff genommen und soll im Spätsommer 2007 abgeschlossen werden. Und im Zuge dieser Renovationsarbeiten entdeckte man nun die eingestanzten Hinweise auf die Britannic. Die Orgel wird im Herbst 2007 unter anderem an einem Tag der offenen Tür und an zwei Konzertabenden einer breiteren Öffentlichkeit wieder vorgestellt. Sie wird auch im neuen Museum für Musikautomaten und an neuem Ort – nämlich im großen KlangKunst-Saal – ein zentraler Teil der Sammlung bleiben. Die Orgel wird zum Bestandteil einer neu konzipierten Führung und am neuen Standort vermehrt auch für Konzerte genutzt. Die restaurierte Welte-Philharmonie-Orgel des Museums für Musikautomaten bzw. der Britannic von 1913/14 mit entsprechenden Originalaufnahmen ist musikgeschichtlich ein äußerst wertvolles Instrument. Die Musikrollen können auf einem nahezu authentischen Instrument wiedergegeben werden, was Rückschlüsse auf die Interpretation von Musikwerken der damaligen Zeit erlaubt – Rückschlüsse auf die Aufführungspraxis einer Zeit, in welcher noch fast keine Orgelaufnahmen für Schallplatten gemacht wurden. David Rumsey ist überzeugt: „Alles weist darauf hin, dass diese Orgel auf der Britannic ihren Dienst hätte verrichten sollen, sie scheint im Sommer 1914 jedoch wieder ausgebautund bei Welte in Freiburg eingelagert worden zu sein – dort erlebte sie den Untergang des Schiffes und das Ende des Ersten Weltkriegs. Vom Umfang her war es eine recht viel größere Orgel als diejenige, die wir von der Titanic kennen. Orgeln auf Schiffen begannenmit dem Organisten-Kapitän Nemo im Roman Zwanzigtausend Meilen unter Meer von JulesVerne im Jahre 1869/70. An und für sich aber wurde in Wirklichkeit nur zweimal versucht, diese Fiktion in die Wirklichkeit umzusetzen, dies etwa 40 Jahre später für Titanic und Britannic. Es ist bemerkenswert, das beide Orgeln es geschafft haben, irgendwie ihremSchicksal zu entgehen. Anstatt auf dem Meeresgrund zu liegen, finden sich beide nun auf trockenem Land wieder, weit entfernt vom Griff der Ozeane. Das Museum in Seewen liegt610 Meter über Meer!“ Termine: - Restauration der Orgel: April 2006 bis April 2007 - Aufbau und Intonation im Museum für Musikautomaten: Mai bis September 2007 - Beauftragte Firma: Orgelbau Kuhn AG, Männedorf - Orgelkommission: Dr. Christoph E. Hänggi, Georg Hofmeier, Bernhard Prisi, David Rumsey, Dr. h.c. Heinrich Weiss - Tag der offenen Tür: 14. Oktober 2007 - Konzert mit David Rumsey: 3. November 2007 - Konzert mit George Gruntz: 10. November 2007
Dr. Christoph E. Haenggi Museum für Musikautomaten CH-4206 Seewen Schweiz |
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| August 2007 - „Mein Großonkel ist für den Untergang der Titanic verantwortlich!“ | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| August 2007 - Kieler Titanic-Ausstellung zu Ende - erwartete Besucherzahl nicht erreicht | ||||||||||||||||||||||||||||||
90.000 Besucher hat die Ausstellung „Titanic: Einladung zu einer Zeitreise“ in der Kieler Ostseehalle gezählt. Der Veranstalter „Moderne Welt“ aus Stuttgart hatte bei seinen Kalkulationen mit einer weitaus höheren Besucherzahl gerechnet. Pressesprecherin Raphaela Ciblis wies in einem Interview mir der Deutschen Presseagentur (dpa) den Vorwurf, der Eintrittspreis sei mit durchschnittlich 16,00 € pro Person zu hoch gewesen, von sich. Die begeisterten Besucherstimmen in den Gästebüchern zeigen dem Veranstalter, dass die Menschen, die sich ansprechen konnten, ihre Zeitreise in vollen Zügen genossen haben. Vor allem die geführten Touren durch die Ausstellung waren, trotz Aufschlag auf den Ticketpreis, sehr gut angenommen worden Aus ganz Deutschland waren die Besuchern gekommen, um sich die 300 Artefakte und die Nachbauten der Titanic anzuschauen. Die beiden letzten Ausstellungswochen waren die besucherstärksten gewesen. Das Ergebnis: „Titanic: Einladung zu einer Zeitreise“ wurde zum verkaufsstärksten Event beim Internetticketanbieter „eventim.de“. Im Newsarchiv sind mehr Informationen zur Ausstellung zu finden. Zudem findet sich hier eine Bildergalerie der Ausstellung. |
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| Oktober 2007 - Titanic-Überlebende Barbara Joyce West gestorben | ||||||||||||||||||||||||||||||
Am 16. Oktober 2007 verstarb in der englischen Stadt Truro die Titanic-Überlebende Barbara Joyce West im Alter von 96 Jahren. Am 5. November fand die Beisetzung statt. Barbara Joyce West hatte die Titanic in Southampton zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester als eine Passagierin in der Zweiten Klasse betreten. Nur sie überlebte zusammen mit Mutter und Schwester. Nachdem sie mit der Celtic nach England zurückgekehrt waren, lebte sie ein sehr zurückgezogenes Leben und sprach so gut wie nie über ihre Verbindung zur Titanic. Nachdem Tod von Barbara Joyce West gibt es weltweit nur noch eine Überlebende der Titanic-Katastrophe: die heute 95 Jahre alte Millvina Dean. |
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| 2008 - Deutsche Titanic-Forscherin bringt neues Buch auf den Markt | ||||||||||||||||||||||||||||||
Nach Vortrag bei Kieler Titanic-Ausstellung hat Susanne Störmer die Ergebnisse und Thesen ihrer neuesten Forschungen nun in gebundener Form veröffentlicht Lesen Sie nun die Buchbesprechung von: Susanne Störmer zählt zu einer der führenden Titanic-Forscherinnen Deutschlands. Den meisten wohlbekannt als Mitbegründerin des TIC und Historikerin, hat sie die meisten Bücher zum Thema in Deutschland veröffentlicht. Mit ihrer Biographie des 1. Offiziers hat sie auch international Beachtung erlangt und brachte im Jahre 2003 eine deutschsprachige Übersetzung eines Buches über die Californian-Thematik heraus. Kritische Fragen zu stellen und einen offiziell anerkannten Sachverhalt zu hinterfragen ist immer eine heikle Sache, da man Gefahr läuft, gegen manifestierte Meinungen zu rennen. In ihrem neuen Buch „Dampfer Titanic – Eisbergvoraus“ widmet sich Susanne Störmer drei bisher kaum groß hinterfragten Bereichen: die Eiswarnungen am 14. April, die letzte Wache und das Ausweichmanöver. Allgemein ist bekannt, dass Eiswarnungen am 14. April auf der Titanic eintrafen, doch welche Meldung genau was aussagte bzw. welche an die Brücke weitergeleitet wurden und welche Offiziere von welcher Meldung Kenntnis hatten, ist da schon schwieriger zu eruieren. Auch die Anwesenheit des Kapitäns auf der Brücke vor der Kollision ist in einschlägigen Büchern klar definiert und auch das Ausweichmanöver hat seinen Platz in der Geschichte gefunden. Es ist gewagt sich gegen solche „Tatsachen“ zu erheben, doch sind bei diesen drei Punkten zu viele Vorgänge und Ereignisse im Dunkeln geblieben und zu wenig plausible Antworten gefunden worden. Im Laufe der Jahrzehnte sind viele Aussagen so zurechtgebogen worden, wie man sie als Autor vielleicht gebraucht hat. Susanne Störmer hat sich mit den offiziellen und schriftstellerischen Versionen so nicht zufrieden gegeben und den Aussagen der Überlebenden neue Beachtung geschenkt. Es ist eine Detektivarbeit, die aber durchaus nicht vergebens war. Wer mit diesem Buch unvoreingenommen „ins Gericht“ geht, wird neue und spannende Sichtweisen vorfinden. Denn nach Aussagen von überlebenden Offizieren ist es gar nicht so klar, wann der Kapitän auf der Brücke war und wann nicht oder welcher Offizier welche Eiswarnung wann gesehen hat und sich später versucht hat, sich nicht mehr daran zu erinnern. Denn eines ist klar: Es waren Menschen die vor Untersuchungsausschüssen aussagten und teilweise durchaus eigene Interessen daran hatten, u. a. weiter bei der Reederei beschäftigt zu bleiben. Warum beklagte sich der Ausguckposten Fleet im Rettungsboot, dass man seinen Warnungen keine Beachtung im Vorfeld schenkte? Warum war das Ausweichmanöver nicht so stark von den Passagieren zu spüren, wie es eigentlich hätte zu spüren sein müssen, wenn es so gegeben worden war? Warum veränderten die Befragten z. T. ihre Meinung vor dem britischen Untersuchungsausschuss? Hier kommt die Autorin mit neu ausgelegten Quellen zum tragen. Hauptquellen sind die beiden Untersuchungsausschüsse und es ist eine reine Quellenarbeit, denn heute kann man keinen Beteiligten mehr fragen. Susanne Störmers Theorien sind ein klarer Beweis dafür, dass das Thema „Titanic“ noch nicht „abgegrast“ ist und es noch ein paar Dinge gibt, die es zu klären gilt, insofern man sie heute überhaupt noch klären kann. Man muss sicherlich der Autorin nicht in allen Punkten zustimmen, doch es bietet neues Diskussionsmaterial und belebt so „unser“ Thema mit weiteren Aspekten, die es wert sind, „durchgekaut“ zu werden. Ihre Theorien sind plausibel aufgebaut und bieten neue Denkansätze. Ob sich die hier vorgestellten Sichtweisen gegenüber den vermeintlich anerkannten „Fakten“ der Untersuchungsausschüsse durchsetzen können, ist eine andere Frage. Aber das Buch ist ein hervorragender Beweis dafür, dass es immer mehr als eine Sichtweise zu einer Sache gibt. Spannendes Lesen ist garantiert! Dustin Kacmarczyk Dampfer Titanic: Eisberg voraus |
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| Carl Spencer tot | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Millvina Dean gestorben | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Millvina Dean gestorben |
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Die letzte Überlebende der Titanic, Millvina Dean, starb am Morgen des Pfingstsonntag am 31.5.2009 in einem Pflegeheim in Southampton. Millvina Dean hatte am 10. April 1912 in Southampton zusammen mit ihrem Bruder und ihren Eltern die "Titanic" betreten. Sie war als knapp zehn Woches altes Baby die jüngste Passagierin der "Titanic". Der Vater hatte den Untergang nicht überlebt. Mit dem Tod der 97jährigen hat die letzte Überlebende der berühmtesten Schiffskatastrophe der Menschheit die irdische Welt verlassen. Am 24. Oktober 2009 findet in Southampton eine öffentliche Trauerfeier statt. |
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Im Alter von 100 Jahren ist die durch den Kinofilm "Titanic" weltweit bekannt gewordene US-Schauspielerin Gloria Stuart gestorben. Wie ihre Familie mitteilte, starb Stuart am 26.09.2010 in ihrem Haus in Los Angeles. Sie war vor fünf Jahren an Lungenkrebs erkrankt. Sie hatte in James Camerons Kinoerfolg "Titanic" aus dem Jahr 1997 die Rolle einer Überlebenden der Schiffskatastrophe, Rose Calvert, gespielt. In dem Film erinnert sie sich an ihre Erlebnisse auf dem Schiff und berichtet von ihrer Romanze an Bord. Kate Winslet stellt in dem Film die junge Rose dar, Leonardo DiCaprio verkörpert ihren Liebhaber Jack Dawson. Stuart erhielt für ihre Rolle der 101-jährigen Rose im Alter von 87 Jahren ihre erste Oscar-Nominierung. "Ich wusste, das war die Rolle, auf die ich so viele Jahre gewartet hatte", schrieb sie in ihrer 1999 erschienenen Autobiografie. Gloria Stuart war bereits in den 30er Jahren eine begehrte Hollywood-Schauspielerin gewesen, hatte sich aber laut der Filmdatenbank IMDB Ende der 40er Jahre aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und sich erfolgreich der Malerei gewidmet. Erst in den 70er und 80er Jahren übernahm sie wieder Rollen für Kino- und Fernsehfilme. Eine Brustkrebs-Erkrankung überstand Stuart, die von ihrer Tochter als "sehr starke Frau" beschrieben wurde.
RMS Titanic Inc. taucht zum Wrack
Mitte August 2010 brach die amerikanische Gesellschaft "RMS Titanic Inc." in Zusammenarbeit mit dem Woods Hole Institut zu einer Expedition zum Wrack der Titanic aus. Ziel soll die "virtuelle Bergung" des Wracks - also eine lückenlose bildliche Dokumentation der Titanic und des Trümmerfeldes sein. Angeblich ist es nicht Ziel der Unternehmung, weitere Gegenstände aus der Tiefe zu bergen. Aktuelle Infos gibt es auf der offiziellen Homepage unter: http://www.expeditiontitanic.com/ und auf der Facebook-Seite http://www.facebook.com/rmstitanicinc
US-Gericht urteilt: Titanic-Artefakte gehören Bergungsfirma
Mehr Infos unter http://hamptonroads.com/2011/08/norfolk-judge-awards-rights-titanic-artifacts
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